SiFi Souls

Deck13, also die Mädels und Jungs hinter Lords oft he Fallen, sind wieder da und präsentieren uns diesmal Souls-like Action in neuem Gewand. Statt durch eine stimmige Fantasywelt, prügeln wir uns diesmal durch die gar nicht so ferne Zukunft. Ob man das Niveau von Lords of the Fallen halten kann – das lest ihr im Test!
Erster Arbeitstag
Es ist, wie es eben ist. Um die Klimakatastrophe zu stoppen, schießen wir Raketen ab um Chemikalien in die Luft zu pumpen und bescheren ganz nebenbei noch jedem einen Job, der einen haben will. Wir wollen einen Job. Nicht zwingend, um des Jobs Willen, als eher wegen des Exo-Suits den wir dafür anmontiert bekommen und der uns endlich wieder laufen lässt. Dafür fahren wir übrigens im Rollstuhl durch die wenig behindertengerechte Anlage – klar, es ist ein kurzer Spielabschnitt, aber dennoch stößt es einen direkt vor den Kopf, wenn man mit dem Rollstuhl an einer Treppe steht, die man scheinbar nicht passieren soll. Die Wege die wir gehen dürfen sind übrigens barrierefrei. Das Prozedere selbst ist übrigens reichlich blutig und setzt sofort den Grundton des Spiels: Ihr legt euch auf diesen Operationstisch, eure Glieder werden gefesselt, dann legen Maschinen euch die Körperteile an und nietet sie fest. Blutig! Schließlich folgt das Neurolink und… ihr werdet ohnmächtig. Wenig später wacht ihr auf, alles liegt in Trümmern und ihr werdet von hirnlosen Zombies angegriffen – in Exosuits. Überall finden sich Notizen darüber, was passiert sein könnte, die Logos wurden auf smarte Art übersprayed und es scheint, als wäre die allgemeine Meinung, dass Chemtrails böse sind.
Looten und Leveln
Das Spielgefühl ist gut, keine Sorge, die Atmosphäre ist packend, aber was The Surge wirklich ausmacht ist im Endeffekt ja doch das Kampfsystem. Wie in jedem anderen Spiel, das sich an der Souls-Reihe orientiert, gibt es keinen Schwierigkeitsgrad und sterben steht an der Tagesordnung. Unser Redakteur Lars hat mir eine Weile beim Spielen zugehört und konnte sich zwischendurch das Lachen nicht verkneifen. Es ist nicht so, als wäre der Titel unfair, nein, das auf keinen Fall. Das Prinzip ist ja immerhin immer dasselbe: Neue Gegner erscheinen, ihr lernt ihre Bewegungs- und Angriffsmuster und vermöbelt sie dann. Dass das Ganze natürlich ein Stück weit kniffliger ist, wenn es Halbbosse sind oder viele Gegner, oder wenn ihr einen Gegner das erste Mal seht und er direkt auf euch zustürmt um euch mit zwei Hits umzunatzen, ja, das sind dann wieder die Freuden eines solchen Spiels. Der Kampf ist schnell, erbarmungslos und unsagbar blutig. Denn statt Gegenstände in irgendwelchen hölzernen Schatztruhen zu finden, nehmt ihr sie eher eurem Gegner ab. Euch gefällt die Waffe? Die fetten Armschützer? Das Brustteil? Gut! Visiert das Ding an, fügt dem entsprechenden Gegenstand am Leib eures Feindes genug Schaden zu und vollführt dann einen Finisher, in dem ihr ihm das Teil abschlagt. Schon ist ein „kaputtes“ Stück lootbar. Zurück zur Medstation, erstmal heilen und Healthpacks auffüllen, dann huschen wir auch schon zur Modstation und schauen, was wir neues bauen können. Durch das Einsammeln des kaputten Gegenstandes erhalten wir nämlich eine Blaupause dafür und können das Ding nun selbst bauen. Nebenher können wir die Dinger auch noch aufwerten und mächtiger machen und bekommen Setboni, wenn wir ein Set komplett haben. Schließlich werten wir dann noch unseren Kern auf um unser Level zu erhöhen und mehr Modifikationen tragen zu können.

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