Treffen der Giganten


Der Traum vieler Beat‘ em Up-Fans ist wahr geworden: Die Elite-Kämpfer aus Street Fighter und Tekken werden in einem Spiel vereint. In Street Fighter X (wird „cross“ ausgesprochen) Tekken treffen Ryu, Ken und Co auf die King of the Iron Fist Turnier-Teilnehmer. Ein Freudenfest für Fans oder doch nur Lizenzen ausschlachten? Die Antwort findet ihr in unserem ausführlichen Testbericht.

Handlung

Speziell für das Aufeinandertreffen der beiden Beat’em Up-Marken wurde eine komplett neue Rahmenhandlung geschaffen: Irgendwo in der Antarktis stürzt ein mysteriöser Flugkörper ab, der eine unvorstellbare Kraft beherbergt. Kein Wunder also, dass der Powerklotz das Interesse diverser Weltherrschaftsanwärter und Weltfriedensverfechter weckt - darunter natürlich auch das der ca. 40 Kämpfer von Street Fighter X Tekken. Serientypisch ist die Handlung ausschließlich schmückendes Beiwerk. Dass auch die Entwickler dem Story-Element keine allzu große Bedeutung beimessen, wird durch die lieblose Präsentation in Form animierter Standbilder und ausgelutschter Dialoge zwischen den Prügeleien deutlich.

Crossover

Anders als im Quasi-Vorgänger Street Fighter IV kämpfen in Street Fighter X Tekken immer zwei gegen zwei im Tag Team. Dabei können die Figuren beider Serien individuell zusammengestellt werden. Aber Vorsicht: Wenn ein Mitglied des Duos in die Knie geht, ist der Kampf beendet! Das neue Tag Team-Element bringt im Kampf völlig neue Möglichkeiten mit sich. So lasst ihr beispielsweise temporär beide Recken gleichzeitig angreifen: Bei einer „Cross Arts“-Attacke prügeln die Tag Team-Kameraden für einige Sekunden eigenständig auf den Gegner ein, bei einem „Cross Assault“ übernehmt ihr hingegen weiterhin die Kontrolle über eure aktive Figur, während euer Sidekick eigenständig Moves austeilt. Die verheerenden Doppelmanöver verbrauchen jedoch alle drei Teilabschnitte der sogenannten Cross-Anzeige, die sich bei ausgeteilten und eingesteckten Treffern füllt. Auch sämtliche „EX Special Moves“ (stärkere Varianten der normalen Special Moves) und „Super Art Moves“ (die mächtigste Angriffsvariante) leeren die Anzeige um eine bestimmte Anzahl Balkenabschnitte. Da diese Attacken somit nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen und oftmals über den Ausgang eines Kampfes entscheiden können, ist der effiziente Umgang mit der Cross-Anzeige extrem wichtig.

Keine Power

Keinen Bock erst mühevoll die Cross-Anzeige zu füllen? Kein Problem: Dank der neuen „Super Charge“-Funktion ladet ihr eure Special Moves einfach auf und verändert sie somit zu einem EX Special Move oder einem Super Art Move. Aber Vorsicht: Während der Aufladephase könnt ihr keine Attacken vom Gegner blocken. Eine weitere Neuerung sind die sogenannten Pandora-Manöver, die ihr aktiviert, wenn die Gesundheit eines eurer Kämpfer auf ein Viertel geschrumpft ist. Der Kampfpartner erhält daraufhin einen Schub und richtet mehr Schaden an. Zudem wird die Cross-Anzeige komplett gefüllt. Das Ganze hat jedoch seinen Preis: Die Figur, mit der ihr Pandora aktiviert, steht euch nämlich für den Rest des Kampfes nicht mehr zur Verfügung! Zudem habt ihr nur noch zehn Sekunden Zeit, das Duell für euch zu entscheiden.


Oldskool und Anfänger

Natürlich beinhaltet Street Fighter X Tekken auch die Serien-typischen Standardangriffe, Schlagkombinationen, Würfe und Launcher-Attacken (Gegner wird in die Luft geschleudert). Sollten euch überhaupt keine Moves gelingen, dann könnt ihr bedenkenlos zum neuen Gems-Feature greifen. Es gibt zwei Arten von Gems: Die Boost Gems und die Assist Gems. Während sich erstere auf die Parameter der Charaktere auswirken und die Attribute wie Stärke, Schnelligkeit oder Lebenskraft steigern, fördern die Assist Gems die Fähigkeiten der Spieler. So ermöglichen einige Assist Gems beispielsweise (wesentlich) vereinfachte Tastenkombinationen, was es auch einem Street Fighter-Anfänger möglich macht, mühelos ein Special-Move-Gewitter vom Stapel zu lassen. Andere Assist Gems übernehmen automatisch das Blocken für euch. Im entsprechenden Menü stellt ihr euch ein individuelles „Gem-Set“ zusammen.

Technik, Sound und Multiplayer: Gewohnt gute Kost

Auch beim Crossover-Prügler setzt Publisher und Entwickler Capcom auf eine Comic-Optik. Der frische Look wird von knalligen Effekten und flüssigen Animationen unterstützt. Lediglich die öden Hintergründe hätten nicht sein müssen. Ähnliches gilt für den komplett belanglosen Soundtrack. Der Multiplayer bietet wie gehabt umfangreiche Optionen und einen stabilen Netzwerkcode.
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