Bestrafung?

In den 90er-Jahren haben Spiele wie Duke Nukem 3D, Doom und Quake das Shooter-Genre maßgeblich revolutioniert. Quasi als Hommage an diese Genre-Veteranen hat Entwicklerteam Pixel Titans den Shooter „Strafe“ auf den Markt gebracht. Der pixelige Titel punktet mit Roguelike-Elemente sowie zufallsgenerierte Levels. Ob das für das Jahr 2017 ausreicht? Wer braucht schon eine Handlung?
Strafe besitzt zwar eine Story, doch diese kann man auch sofort wieder vergessen. Das Spiel startet mit der Auswahl der Primärwaffe: Schrotflinte, Maschinengewehr oder Railgun (für Vorbesteller des Spiels gibt es sogar eine vierte Waffe). Danach geht es schon in das zufallsgenerierte Level, welches mit zahlreichen Gegnerhorden bestückt wird. In den nächsten Stunden (oder solange man überlebt) erledigt man bizarre Monster, sammelt Schrott auf und findet neue Waffen. Apropos Schrott: diesen kann man an speziellen Terminals gegen Munition oder Waffenupgrades eintauschen. Aber Vorsicht: Sobald man ins digitale Gras beißt, sind sämtliche Errungenschaften verloren und das Spiel startet von neu. Strafe hat nämlich ein Perma-Death-System ohne Checkpoints zum Wiedereinstieg. Die Macken
In den ersten paar Spielstunden können die zufallsgenerierten Areale noch überzeugen, doch schon schnell stellt sich ein Déjà-vu-Effekt ein. Auf Dauer wiederholen sich die braunen und grauen Gänge. Darüber hinaus fehlen spezielle „Aha“-Momente wie zum Beispiel Bossfights. Ein weiteres Problem von Strafe: das Programm schreit zwar förmlich nach einer flotten Spielweise, doch an vielen Stellen wird man ausgebremst. Schuld daran sind die eingangs erwähnten Roguelike-Elemente. Hinzu kommen noch andere Macken wie ein mäßiges Trefferfeedback sowie Gegner, die durch Wände schießen – ebenso unnötig wie ärgerlich.

Kommentar schreiben