Wird es endlich besser?

Eine Entwarnung gleich zu Beginn: Sonic Forces ist keine Vollkatastrophe wie Sonic Boom geworden, doch von einem guten Spiel ist der Titel trotzdem meilenweit entfernt. Die Gründe in unserem Review!
Story und eigener Charakter
Ja, die Entwickler haben Sonic Forces eine Story spendiert: Dr. Eggman hat -mal wieder- die Weltherrschaft an sich gerissen. Wie er das gemacht hat? Mit Infinite, ein mysteriöses Wesen mit einer schwarzen Seele gegen das nicht einmal der flotte Igel Sonic eine Chance hat. Nach einem kurzen Tutorial, das man noch als Sonic absolviert kann man einen eigenen Helden erstellen. Als neuer Rekrut tritt man dem Widerstand bei, um Sonic zu retten und Eggman zu besiegen. Und dann taucht noch aus irgendwelchen Gründen der klassische Sonic aus Sonic Generations auf. So gibt es also drei spielbare Charaktere, die alle mit ihren eigenen Gimmicks daherkommen. Altes und etwas Neues
Beim Gameplay gibt es keine großen Überraschungen: Als Sonic rast man durch die Stages und kann mithilfe seiner Homing-Attack und seines Turbos die Gegner aus dem Weg räumen. Dabei wechselt das Geschehen zwischen 2D- und 3D-Passagen. Wird Sonic ohne Ringe von einem Angriff getroffen, so muss er das Level vom letzten Checkpoint neu starten. Die bunten 3D-Abschnitte sind ganz nett gemacht und sorgen mit der rockigen Musik sowie dem hohen Spieltempo für etwas Spielspaß. Weniger schön: Sonics Boost katapultiert ihn viel zu oft unfreiwillig in den Abgrund. Auch die Sprungpassagen spielen sich eher schwammig. Als Classic Sonic bekommt man die klassischen Sonic-2D-Levels geboten, die ganz nett sind - aber auch nicht mehr. Die größte Neuerung in Sonic Forces ist der selbsterstellbare Held. Der Charakter-Editor bietet eine Auswahl von sieben Tieren, die man mit verschiedenen Augen, Ohren und anderen Körperteilen ausstatten kann. Jede Tierart hat dabei ihre ganz eigenen Fähigkeiten: So zieht der Wolf zum Beispiel Gegenstände an, während ein Kaninchen nach einem Gegentreffer länger unverwundbar bleibt. Für das erfolgreiche Absolvieren verschiedener Missionen erhält man zusätzliche Kleidung und Waffen. Apropos Waffen: Diese sind eine Besonderheit des Do-it-yourself-Helden. Bei den sogenannten Wispos ist von einem Flammenwerfer bis zu einer Elektropeitsche alles dabei. Schade ist nur, dass man oftmals zu wenig Wisps in den Levels findet, um die Power-Leiste der Waffen zu füllen. So bleibt es meistens beim öden Durchrennen, wobei die Figur keine Boost-Fähigkeit besitzt. Lediglich mit dem Greifhaken, der an einigen Stellen zum Einsatz kommt kann man etwas Speed aufbauen.
In der lediglich drei Stunden langen Kampagne gibt es ein paar Bosskämpfe, die sich aber leider nicht als Highlight entpuppen. Nach Abschluss der Geschichte gibt es lediglich ein paar Extra-Levels zum Freischalten.

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