Testbericht

Verarbeitung
Die schwarz-graue Patriot Tastatur misst 466 x 203 x 40 mm (L x B x H; mit Handballenauflage) und bringt knapp 1.23 Kilogramm auf die Waage. Das Metallgehäuse verleiht der Tastatur nicht nur eine edle und hochwertige Optik, sondern schützt sie auch zuverlässig vor (kleineren) Kratzern und Schmutz. Durch die freistehenden Tasten geht die Reinigung sehr einfach von der Hand, da man nahezu jede Stelle gut erreichen kann. Auch die Verwindungssteifheit der Tastatur gibt keinerlei Anlass zur Kritik, hier knarzt oder wackelt nichts. Gummierte Klappfüße an der Rückseite sorgen für eine rutschfeste Arbeitsweise. Auch lässt sich der Neigungswinkel des Eingabegerätes verstellen. Das geflochtene Datenkabel kommt mit einer ausreichenden Länge von 1,8 Metern daher (Hinweis: die Tastatur benötigt zwei freie USB 2.0 Ports). Für einen besseren Schreibkomfort sorgt die bequeme Handballenauflage, die mittels Magneten fixiert wird. Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Testmuster nicht feststellen.
Anschlag und Alltagstest
Das Besondere an der Tastatur ist der bei jeder einzelnen Taste nicht über eine elektronische Folie, sondern über einen mechanischen Mikroschalter (Kailh Brown) weitergegebene Tastendruck. Dabei hat Patriot den Tastenhub halbiert (beträgt zwei Millimeter). Der kurze Weg soll dem Spieler eine niedrige Reaktionszeit mit der Tastatur ermöglichen. Der dabei aufzuwendende Tastendruck ist extrem gering und liegt mit 45 Gramm deutlich unter dem, der bei Folientastaturen (80 Gramm) oder anderen mechanischen Tastaturen (60 bis 80 Gramm) aufgeboten werden muss. Laut Hersteller besitzen die Tasten eine Lebensdauer von 50 Millionen Anschlägen. Im (Gamer)Alltag schlägt sich das Keyboard sehr gut. Vor allem bei Spielen konnte uns der „taktische“ Tastenanschlag überzeugen. Aber auch als Vielschreiber wird man seine Freude mit der Tastatur haben. Lediglich der metallische Nachhall beim Tippen stört etwas.
Die Kailh Brown Schalter
Aufgrund des „runden“ Feelings sind die Browns die „Allrounder“ unter den Kailh Switches. Ähnlich wie bei Rubberdomes erzeugen sie ein spürbares Feedback sobald die Taste ausgelöst wird (also bei 2 mm).
Technik und Extras
Die Viper V760 besitzt keine dedizierten Makro- oder Media-Tasten. Per Tasten-Doppelbelegung sind aber diverse Media- (Play/Pause, Lauter, Leiser, Vor und Zurück) und Beleuchtungs-Funktionen (Modi, Intensität, Geschwindigkeit und Richtung) abrufbar. Darüber hinaus lassen sich on-the-fly Makros aufzeichnen und die Windows-Tasten deaktivieren. In der übersichtlichen Software können Polling-Rate (125, 250, 500, 1.000 Hz) eingestellt, Makros (inkl. Timings) erstellt und neue Beleuchtungsmodi (jede Taste einzeln, RGB-Farbraum) programmiert werden. Die V760 verfügt über ein effektives Anti-Ghosting (N-KRO), so dass die Nicht-Umsetzung von Tasteneingaben bei einer zu hohen Anzahl gleichzeitiger Befehle Schnee von gestern ist. Theoretisch lassen sich bis zu 104 Tasten gleichzeitig betätigen, ohne dass dabei Eingaben verschluckt oder Verzögerungen auftreten würden. Dies ist auch dem 1.000-Hz-Controller zu verdanken, der für eine maximal schnelle Übertragung sorgt. Und last but not least: An der Rückseite gibt es einen USB-2.0-Port.
Preis und Verfügbarkeit
Ab sofort wandert die Patriot Viper V760 mit Kailh Brown Schaltern für 120 Euro (Stand: 18.04.2017) über den Ladentisch.

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