Was für ein Mix!

Sieben Jahre nach dem Release von Nier erscheint nun der von Fans lang erwartete Nachfolger. Als neues Studio wurde Platinum Games angeheuert. Die Jungs kennt ihr vermutlich in erster Linie durch Spiele wie Bayonetta und Meta Gear Rising: Revengeance. Ob das der Umsetzung von NieR: Automata gut tat, lest ihr im Test!
Independence Day
Da ist es nun also passiert. Außerirdische Invasoren schicken ihre Killerroboter und die Menschheit ist gezwungen zu fliehen. Was tun wir also? Exakt, wir nehmen ihre Roboter und erweitern um Androiden. Lebende, denkende Roboter, die ja irgendwie gerne menschlich wären, es dann aber doch nicht sind. Oder doch? Mit ihnen schiffen wir nun Ressourcen umher, vor allem aber, befreien wir die Erde mit ihnen von diesen verfluchten Robotern und ergründen gleichzeitig, was es wirklich bedeutet menschlich zu sein. Genre-Mix
Wir bewegen uns also durch diese gigantische, fast offene Welt, laufen umher, treiben unsere Mainquest voran, erforschen nebenher Sidequests und versuchen so viel von der verqueren, verwirrenden Lore mitzunehmen, wie es möglich ist. Dabei muss man ehrlich sagen, dass die Welt in einen klassischen Grau-Schleier getaucht ist und unsere Stimmung ganz von allein ein Stück herabsacken lässt. Der eigentliche, actionreiche, Grundton in NieR erinnert eben stark an das klassische Bayonetta. Herumlaufen, wild schnetzeln, Spaß haben. Wo die Gegner jedoch zu Beginn noch fordernd sind und wir uns überlegen mussten, wie wir sie erledigen, wird es später, nach einigen Level Ups und etwas mehr Erfahrung, neuen Waffen und Chips, plötzlich doch bedeutend einfacher – und mit einem Mal sind auch bloß noch die Bosse eine wirkliche Bedrohung. Interessant ist aber, dass nicht das gesamte Spiel so abläuft. Beim Hacken finden wir uns in klassischen Space-Bullethell Spielen wider, während man uns zwischendurch kleine 2D Passagen in Kämpfen und als Jump’n’Run Element auferlegt. Abgerundet wird das Ganze durch kleine Reitsequenzen oder den gelegentlichen Angelausflug – um Geld zu verdienen! Auch wenn das recht wirr und irritierend wirkt, es funktioniert erstaunlich gut im Spiel und fügt sich reibungslos in die Handlung, das Spielgeschehen und die Schnetzelsequenzen ein. Aber!
Man muss allerdings auch ein paar Kleinigkeiten erwähnen. Ganz davon abgesehen, dass es etwa eine Zillion unterschiedliche Enden gibt und ihr die Story erst nach mehreren Enden wirklich genießen könnt und dass die Schwierigkeitsgrade recht flott außer Kontrolle geraten, kann man eigentlich lediglich die Framedrops und einige kleinere, optische Bugs wirklich ankreiden. Mehr gibt es da grundsätzlich auch gar nicht wirklich.
Sound und Atmosphäre
Die Atmosphäre gehört zu den Punkten, die man noch einmal hervorheben muss. Angefangen bei der Welt selbst, die ziemlich bedrückend wirkt, gehört so gut wie alles in NieR zu den Dingen, die euch auf irgendeine Art und Weise berühren werden. Das ist positiv und verdient Respekt, immerhin gibt es so unendlich viele Spiele, die wir an sich einfach nicht ernst nehmen und als kleinen Leckerbissen vor dem Schlafen gehen halbgar herunterschlingen. NieR ist da tatsächlich etwas schwerere Kost. Wie gesagt: das ist gut. Gleichzeitig muss man auch den Soundtrack lobend erwähnen, denn selten hat die Musik in einem Spiel dermaßen gut gepasst, wie hier.

1 Kommentar

Andreas N um 14.03.2017 - 22:22

Hört sich echt gut an.

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