Jetzt mit Marvel

Telltale ist wieder da. Nach Batman, The Walking Dead, Game of Thrones und einigen weiteren Serien- und Filmumsetzungen, wagt sich Telltale Games nun mit Guardians of the Galaxy ins Marvel-Universum. Ob das funktioniert und wie gut es uns gefällt – das erfahrt ihr im Test.
Inszenierung
Telltale Games konnte immer schon mit einer Sache punkten: mit einer großartigen Inszenierung. Die Spiele beginnen, so gut wie immer, mit einem Knall. Gute Musik, passendes Intro, feiner Humor – oder im Falle mancher ihrer anderen Titel eben Horror und Drama. So oder so, man rutscht zumeist kopfwippend und durchaus zufrieden ins Abenteuer und das hebt ja schon mal die Grundstimmung. Selbiges passiert auch bei Guardians of the Galaxy. Wir sind Starkiller und unser Intro hat was von … eigentlich jedem Guardians Trailer. Das Nova Corps braucht unsere Hilfe, Thanos greift sich ein mächtiges Artefakt, yada, yada, yada. Story
Dabei ist es jedoch schwer, etwas über das Spiel zu erzählen, ohne euch die Story zu spoilern, die in Telltalespielen ja, zusammen mit den Charakterinteraktionen, irgendwie der hauptsächliche Inhalt ist. Also lassen wir das einfach, bloß so viel sei gesagt: es kommt bereits in Episode 1 zum großen Clash, ihr spielt ausnahmsweise, in jenem Kampf, nicht bloß euren Hauptcharakter, Starkiller, sondern könnt in der Actionszene sämtliche Figuren steuern und nebenher habt ihr mit etwas Drama zu ringen und dürft euch Flashbacks ansehen. Genug davon!
Gameplay
Hier beginnt nun die Kritik, denn während die Dialoge wunderbar gemacht sind und die Story gut erzählt wird, stellt sich jedes Mal aufs neue die Frage: wie wenig Interaktion ist eigentlich gestattet? Denn seit den Hochzeiten Telltales, also seit Walking Dead und Borderlands, scheinen die Möglichkeiten des Spielers immer weiter heruntergebrochen zu werden. Da hilft es auch nichts, dass wir nun dank der Möglichkeit zu fliegen, auch in mehreren Dimensionen herumwandern und Dinge ansehen können. Wenn wir Dinge nicht tun, sei es ein Feuer zu löschen, oder Jemandem etwas zu geben, kommt einfach Jemand anders und macht es für uns und wenn wir in Kämpfen nicht ausweichen, dann schubst uns einfach Jemand zur Seite oder wir verlieren den Kampf und beginnen einfach wieder in der genau derselben Sequenz. Es gibt kein Versagen, es gibt keine Konsequenzen. Die einzigen Konsequenzen kommen vielleicht, aber eben doch auch nur vielleicht, aus den Dialogen und selbst die wurden in den letzten Monaten und Jahren deutlich zurückgeschraubt. Es gibt also abzuwarten, wie viel Einfluss wir tatsächlich auf den Verlauf der Geschichte haben. Außerdem haben die Laufanimationen ein absolutes Tiefstniveau erreicht. Selten haben wir Jemanden derart hölzern stacksen sehen wie Starkiller. Wo bleibt die Wertung?
Künftig erhalten Episoden-Spiele erst mit dem Erscheinen der letzten Episode eine finale Wertung (inkl. Pro und Contra) von uns. Ein Fazit pro Episode gibt es aber nach wie vor.

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