Zwischen den Stühlen

Der US-Entwickler Cliff Bleszinski, verantwortlich für Actionkracher wie Unreal Tournament und Gears of War, hat vor einiger Zeit sein eigenes Studio namens Boss Key Productions gegründet. Das erste Werk des Entwicklerteams: der Arena-/Helden-Shooter LawBreakers. Ob uns erneut ein „Shooter-Perle“ erwartet?
Bekanntes und Neues
Das Spielprinzip von LawBreakers ist schnell erklärt: Zwei Teams mit jeweils fünf Spielern treffen in einer Arena aufeinander. Darüber hinaus setzt das Entwicklerteam auf Heldenklassen - daher auch immer wieder der Vergleich mit Overwatch von Blizzard. Das in Spielen wie Overwatch zentrale Stein-Schere-Papier-Prinzip ist aber in LawBreakers stark zurückgefahren, jede Klasse ist eher ein präferierter Spielstil, als eine eigene Rolle. Der Assassine ist schnell und wendig und räumt mit zwei Klingen im Nahkampf auf, der Marodeur schwebt über dem Schlachtfeld mit einer Laserwaffe und der Veteran nutzt ein klassisches Sturmgewehr für mittlere Reichweiten. Kein Team verliert aber, weil keiner den Medikus spielen will. Am Ende entscheidet in erster Linie der Skill des/der Spieler. Bei den Spielmodi hat CliffyB auf den klassischen Deathmatch-Modus verzichtet - stattdessen gibt es nur aufgabenbasierte Modi. In Besetzung müssen ständig wechselnde Punkte gehalten, in Hochspannung muss eine Batterie in die Spielerbasis getragen und bis zum Ablauf eines Timers verteidigt werden. Die einzelnen Spielmodi haben aber immer einen kleinen Clou eingebaut, der für noch mehr Spannung sorgt. Zum Beispiel: In Hochspannung muss die Batterie nach dem Aufladen in der Basis noch 20 Sekunden gehalten werden. Ähnlich spannend läuft auch der Modus „Revierkampf“ ab: In der Variante des klassischen Eroberungsmodus müssen drei Punkte eingenommen werden. Allerdings bietet Revierkampf einen Dreh: Sobald ein Punkt eingenommen wurde, ist dieser erstmal gesperrt. Sind alle Kämpfe entschieden und der dritte Punkt von einem Team eingenommen, gibt es eine kurze Unterbrechung und alle Punkte werden wieder neutral. Geschwindigkeit und Skill
LawBreakers ist sehr schnell und erinnert an die guten, alten Quake- bzw. Unreal-Tournament-Zeiten. Ein Sichtfeld von über 100 Grad ist quasi Pflicht, weil man beim hektischen Todestanz die Gegner sonst zu schnell aus den Augen verliert. Für noch mehr Hektik sorgen die Zero-G-Bereiche (Zonen ohne Gravitation), die sich meistens in der Mitte der Map befinden. Als Fortbewegungsmittel dient hier die eigene Waffe: Per Druck auf Steuerung schießt man nach hinten, der Rückstoß treibt die Spielfigur an. Unerfahrene Shooter-Spieler werden mit LawBreakers wenig Spaß haben. Das hohe Tempo erfordert enorm viel Skill (und ein gutes Aiming). Darüber hinaus sollte man schnell sämtliche Maps auswendig lernen, da das ein taktischer Vorteil sein kann. Und: Campen funktioniert gar nicht.

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