Batman vs. Superman

Der DC Superheldenprügler ist wieder da und Netherrealm Studios hat sich größte Mühe gegeben, die Problemchen des ersten Teils auszubessern. Aber wie kann man Injustice überhaupt fortführen, hat sich die Geschichte um die gespaltene Justice League doch eigentlich mittlerweile erledigt. Wie es mit der Riege rund um Batman weitergeht, erfahrt ihr im Test!
Dark Knight
In einem kurzen Tutorial dürfen wir Superman nach Gutdünken verprügeln, ehe das Spiel uns in eine kleine Rückblende schmeißt – in der wir wieder als Batman auf Superman einhacken. Das ist schon ein Setting, das sich bewährt hat, nicht? Zurück in der Gegenwart sehen wir die Auswirkungen unseres damaligen Handelns: Die Justice League ist gespalten, Regimeunterstützer sind nicht gern gesehen oder leben versteckt, während die Crew um Batman herum versucht, die Welt ins Lot zu bringen. Metropolis und Gotham werden neu aufgebaut und Batmans ultimatives Überwachungssystem behält die gesamte Welt im Auge, späht nach Problemherden und – natürlich – nach ehemaligen Regimeanhängern. Das wäre ja grundsätzlich schon Plot genug für einen simplen Prügler. Injustice 2 setzt aber noch einen drauf und lässt Braniac angreifen. Natürlich muss man ehrlich sein: Großteils sind die Storytwists bloße Plotdevices um die Kämpfe zu rechtfertigen. Dinge wie „Hey, was macht ihr in meinem Sumpf? FIGHT!“, „Ich lenke ihn ab – FIGHT!“ oder auch „Hey, cool, dass du noch lebst – FIGHT!“ lassen einen stellenweise schmunzeln, andererseits ist das Storytelling auf der anderen Seite doch gut genug, um das zu verzeihen. Im Endeffekt spielen wir es ja der Kämpfe wegen!
Cupid of Crime
Nachdem wir nun die Story und den Erzählstil gelobt haben, können wir ruhig mit der Optik weitermachen – die glänzt nämlich in sämtlichen Bereichen. Die Kämpfe an sich sehen großartig aus, die Interaktion mit der Umwelt ist gut gelungen und die Specialmoves sind in Sachen Darstellung eben ein Träumchen – teilweise zumindest, einige sind dann, im Vergleich, eben doch etwas lieblos. Was uns allerdings vor allem aus den Socken wirft, sind die Gesichtsanimationen. Gerade im Jahr, in dem ein Mass Effect: Andromeda das Licht der Welt erblickt hat und versucht, die Standards ins bodenlose zu reißen, ist es schlicht herausragend, dass ein Beat ‘em up hier beinahe schon neue Maßstäbe setzt und uns um Welten mehr Details und Nuancen in den Gesichtern der Charaktere sehen lässt, als es ein storybasiertes RPG getan hat. Klar, dass es uns gerade Harley Quinns verrücktes Grinsen antut.

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