Während Österreich und Deutschland von einer Hitzewelle überrollt werden, hat jeder seine eigenen kleinen Tricks um den hohen Temperaturen zu entkommen. Wir bei Gamezoom zum Beispiel reisen nach Frankfurt am Main zu den Büroräumen von Nintendo of Europe. Dort durften wir nämlich anspielen, was man einige Tage zuvor noch auf der E3 gesehen hat.
Was von außen nach einem eher unscheinbaren Bürogebäude aussieht, typisch für den Süden der Mainmetropole, beherbergt auf einer der oberen Etagen die Büroräume von Nintendo. Deutlich wird das spätestens, wenn man uns an der Rezeption den Besucherausweis in die Hand drückt, von dem aus uns Mario bereits freudig entgegen lacht. In den Büroräumen selbst prangt uns schließlich groß das Nintendologo entgegen, in Vitrinen stehen Sammel- und Erinnerungsstücke der verschiedenen Franchises und natürlich erwarten uns reichlich Spielestationen, an denen wir einen ersten Blick auf die kommenden Spiele werfen dürfen. Als wir ankommen, findet grade die Präsentation für noch nicht anspielbare Titel statt. Da die Präsentation aber später wiederholt wird, stürzen wir uns direkt an die erste Spielestation.
Auftakt war für uns an diesem Tag Mario+Rabbids Kingdom Battle. Mario in einem X-Com-artigen Taktikshooter zu sehen wirkt im ersten Moment skurril. Beim Spielen fragt man sich aber schon nach kurzer Zeit nicht mehr, wer auf die Idee zu dem Spiel gekommen ist, sondern warum es so gut passt (und warum zwei der Rabbids als Prinzessin Peach und Luigi verkleidet sind). Und jetzt, wo wir erstmal angefangen haben zu zocken, können wir uns Station für Station durch den Raum spielen. Schon zum Switch Release Event im Jänner in Berlin haben wir Splatoon 2 gespielt, doch auch dieses Mal kommen wir nicht am Farbshooter vorbei ohne ein, zwei Runden für uns zu entscheiden. Natürlich haben wir auch Pokken (Pokemon trifft Tekken!) gespielt, das vor kurzem erschienene Arms, Fire Emblem Warriors und viele andere.
Dabei sticht Super Mario Odyssey, das vermutlich schon von vielen erwartet wird, heraus. Im neuesten Teil des Mario-Franchises geht man neue Wege. Wir übernehmen die Kotrolle über Gegner, wenn wir ihnen unsere magische Mütze entgegenwerfen, lösen so Rätsel und reisen durch die verschiedenen Königreiche; wer hätte schon gedacht, dass das Pilzkönigreich das einzige ist? Man gewöhnt sich überraschend schnell daran, dass der rotmützige Klempner statt durch Schlösser zum Beispiel durch eine geschäftige Großstadt mit Autos rennt.

Während der Präsentation zeigt man uns die ersten Bilder aus zwei Spielen, die wir an diesem Tag noch nicht anspielen können: Ein Yoshi-Spiel für die Switch, das noch ohne bunten Namen auskommt und in einer aus Pappe gebastelten Welt spielt, und Metroid: Samus Returns für den Nintendo 3DS. Vermutlich hat jeder sein eigenes Nostalgie-Franchise wenn es um Nintendo geht, aber wenn die gefährlichste Kopfgeldjägerin des (Nintendo-)Universums das erste Mal aus ihrem Schiff tritt um Metroids zu jagen, ist es schwer, kein breites Grinsen im Gesicht zu haben.
Das Argument, die Switch habe zu wenige Titel, wird immer schwächer. Was wir an diesem Tag bei Nintendo sehen und spielen konnten, macht Lust auf mehr. In Spiele wie Splatoon kann man ungeheuer viel Zeit stecken, und wir mussten aufpassen, nicht den ganzen Nachmittag über Farbe zu verteilen. In Arms wurden wir im Jänner noch von einem der Nintendo-Mitarbeiter besiegt, dieses Mal konnte aber Gamezoom den Sieg davontragen. Zwar ist es zum Release von Titeln wie Metroid 4 noch hin, aber langweilig wird es mit Spielen wie Metroid: Samus Returns und Super Mario Odyssey, die beide schon in den Startlöchern stehen, nicht.

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