Publisher Deep Silver hat mit dem ersten CGI Trailer zu Dead Island für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Die mit schicker Klaviermusik unterlegte „Blutorgie“ sorgte bei Zombie-Fans für Begeisterung und bei Familienvätern dank angriffslustiger Zombie-Tochter für Wutausbrüche. Auf einem Presseevent in Wien konnten wir erstmals den Mix aus Left 4 Dead und RPG-Spielmechanik selbst anspielen.
Vier „Helden“
Dead Island spielt, wie sollte es auch anders sein, auf einer lauschigen Urlaubsinsel. Ein Ort, der inzwischen stark durch die Zombie-Invasion gezeichnet ist. Die komplette Infrastruktur ist zerstört. Überall stehen Autowracks herum und die Straßen der kleinen Inseldörfer sind mit Trümmern und Leichenteilen übersät. Vor Spielbeginn dürfen wir uns für einen der vier möglichen Hauptcharaktere entscheiden. Alle vier haben unterschiedliche Werte und bevorzugen verschiedene Waffen, doch eines haben sie gemeinsam: sie sind gegen den Zombievirus immun. Das macht sie zu etwas Besonderem, zu einem letzten Rettungsanker in einer verrückten Welt und zu lebensrettenden Auftragsabenteurern. Wir entscheiden uns für die hübsche sowie flinke Xian Mei, die besonders gut mit scharfen Gegenständen umgehen kann. In einer Kirche gibt es dann den ersten Auftrag. Wir sollen für einen Mechaniker Plakate aufhängen gehen, da dieser verzweifelt auf der Suche nach seiner Familie ist. In dieser Basis lungern auch andere Überlebende herum, ihr könnt an einer Werkbank Waffen Schock- und Explosiv-Upgrades verpassen und gefundene Prügel wieder in betriebsbereiten Zustand versetzen. Denn das Zombie-Gemetzel sorgt für einen kräftigen Verschleiß. Und ist eure Lieblings-Axt erst einmal stumpf, ist sie zu nichts mehr zu gebrauchen. Aber keine Sorge: Während eurer Streifzüge, durch die postapokalyptische Landschaft findet ihr immer wieder neue „Waffen“ wie zum Beispiel Baseballschläger oder Handwerksgeräte. Nur sollte das gute Stück auch zu eurem Charakter passen.
Angriff der Zombies Kaum aus der Kirche draußen, werden wir schon von den ersten Infizierten angegriffen. Dank des gezielten Einsatzes der Machete stellen diese aber keine größere Gefahr für uns dar. Erledigte Feinde sollte man unbedingt genauer unter die Lupe nehmen, da diese nützliche Gegenstände oder Geld bei sich tragen können. Letzteres benötigt man für die Reparatur- und Verbesserungsarbeiten an den Waffen. Sofern wir unsere Aufgaben erfolgreich abschließen, hagelt es Erfahrungspunkte. Diese wiederum können wir in bester Rollenspielmanier gegen neue Talente eintauschen bzw. bereits vorhandene Skills verbessern. Das uns gezeigte Gameplay wirkte ordentlich. Fraglich ist allerdings, ob die Rezeptur auf lange Sicht unterhält und
genügend Abwechslung bietet. Die Charaktere wirken bislang wenig ausdrucksstark, dafür ist die Technik hinter der Grafik gelungen. In Innenräumen dürft ihr euch auf eine tolle Beleuchtung mit dynamischen Schatten freuen. Im Freien sieht die Grafik ebenfalls schön aus, wirkt aber man manchen Orten noch etwas steril. Dafür sehen das Blut und die Splattereffekte überaus gelungen aus. Vom vielversprechenden Vierspieler-Koop-Modus konnten wir uns noch kein Bild machen.
Dead Island erscheint laut aktuellem Stand am 09.09.2011 für PC, Xbox 360 und PlayStation 3. Aufgrund des hohen Gewaltgrades wird der Titel nicht in den deutschen Handel kommen.
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