Das Herzstück

Auch in WWII ist der Multiplayermodus das Herzstück des Spiels. Durch den Wegfall von Exosuit und Sprungdüsen wurde das Tempo gedrosselt. Das neue Call of Duty fühlt sich dadurch wortwörtlich bodenständiger an - gut so! Die neun Modi (unter anderem Deathmatch, Team Deathmatch, Capture the Flag) wirken durchdacht und gut aufbereitet, vor allem dank der größtenteils stimmungsvoll gestalteten neun Karten. Besitzer des Season Pass bekommen sogar eine zehnte Map geboten. Ein Modus konnte uns besonders überzeugen: der asymmetrische „Krieg“, der auf drei eigenen Karten mit jeweils zwei sechsköpfigen Teams gespielt wird. Das eine Team muss Ziele wie das Aufbauen einer Brücke oder das Zerstören eines Artilleriegeschützes schaffen, das andere Team muss versuchen, das zu vereiteln - etwa durch das Errichten von Barrikaden. Das Ganze erinnert an Enemy Territory: Quake Wars. Unverändert: Neue Waffen, Point Streaks und Perks werden mittels Levelaufstieg freigeschalten. Zusätzliche Waffenaufsätze erhält man durch Abschüsse mit der jeweiligen Wumme.
Eine weitere Besonderheit im Multiplayermodus ist eine Art zentrale Sammelstelle, die als Lobby für Onlinespieler dient. In diesem Hauptquartier kann man auf dem Schießplatz trainieren, Tagesbefehle abholen, Schatzkisten kaufen und öffnen (darunter auch kosmetische Extras für echtes Geld). Außerdem kann man dort einer von fünf Divisionen - quasi den Klassen - beitreten, etwa den Gebirgsjägern oder der Infanterie. Technik
Der grafische Sprung von Infinite Warfare zu WWII ist gering ausgefallen. Es gibt zwar ein abwechslungsreiches Leveldesign, Ragdoll-Effekte (endlich keine vorgefertigten Sterbeanimationen mehr!) und ein paar neue Lichtspielerein, doch im Bereich der Texturen und Details hat sich wenig bis gar nichts getan. Es wird langsam wirklich Zeit, dass Call of Duty eine komplett neue Engine spendiert bekommt. Bei der Soundkulisse gibt es wenig zu meckern, außer dass die deutsche Vertonung nicht lippensynchron ist.
Unser Testvideo zu Call of Duty: WWII

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