Horror is back!

Black Mirror ist wieder da und diesmal sogar in 3D. Wir müssen ja ehrlich sagen, dass viele 3D Reboots alter Point&Click Klassiker sich auf dem Weg verlaufen haben. Wie die Jungs von KING Art die Sache angegangen sind und wie glücklich wir mit dem düsteren Horroradventure sind, lest ihr im Test!
Black Mirror
Hach, endlich wieder ein Adventure mit angenehmen Horrorelementen. Wenn wir ehrlich sind, gibt es davon viel zu wenige, oder zumindest gibt es zu wenige, die sich an der wunderbaren Horrorliteratur besserer Zeiten orientieren. Drückende Stimmung, düstere Atmosphäre, das Gefühl von Feinden und dem Bösen umgeben zu sein und eigentlich keine Chance zu haben? Herrlich, oder? Black Mirror versucht sich daran und gerade zu Beginn, klappt das ganz gut. Wir reisen in das alte Herrenhaus unserer Familie, die Geschichte ist irgendwo in den 20ern angesiedelt und spielt in Schottland. Natürlich ist unser Willkommen alles andere als herzlich und so versuchen wir im Zuge unseres Abenteuers das Anwesen zu erkunden, aber eben auch herauszufinden, weshalb genau sich unser Vater vor einigen Jahren eigentlich während eines heidnischen Rituals das Leben nahm. Flüche inklusive!
Atmosphäre und Gameplay
Man muss ehrlich sagen, dass Black Mirror die Sache mit dem düsteren Horror ziemlich ernst nimmt. Es fühlt sich bedrückend an, durch die Welt zu streunen und eigentlich wollen wir ja genau das, eine beklemmende Atmosphäre. Leider, da muss man ebenfalls ehrlich sein, lässt dieses Gefühl im Laufe der Zeit nach. Nicht, weil wir plötzlich Lichtschalter finden, nein, das ist es nicht, im Gegenteil, der ständige Kerzenschein und das, was wir dadurch sehen oder eben nicht sehen können, gehört zu einem der großen Pluspunkte des Spiels, aber tatsächlich lässt der Spannungsbogen im Laufe der Zeit und im Laufe der Geschichte nach. Quicktimeevents und seltsame Rätsel innerhalb von Visionen, die ohne Vorwarnung zu unserem Tod führen können, sei Dank. Mechanisch ist der Titel reichlich unspektakulär. Das ist zu Beginn noch gut, weil die schrägen Rätsel der alten Point&Click Zeit wegfallen, also keine Sorge, ihr müsst euch nicht aus einer Kanone abfeuern lassen, um einen roten Hering zu ergattern, den ihr dann dem Brückentroll geben könnt. Ihr findet Streichhölzer und zündet damit Kerzen an. Das ist etwa der Level auf dem die Rätsel sich bewegen, die meiste Zeit über zumindest, denn zwischendurch wirft man euch dann eben echte Knaller rein, die euch einfach …stoppen und für die ihr euch tatsächlich Notizen machen solltet. Nebenher ist die Steuerung auch noch recht unspektakulär. Ihr lauft mit der Tastatur, und könnt die Kamera eben etwas mit der Maus bewegen. Zwischendurch findet ihr Dinge und untersucht sie in der Egoperspektive, da bewegt ihr den Blickwinkel dann eben je nachdem wie ihr es braucht, um dieses oder jenes Ding zu finden.
Und dann war da…
Klar, wir hatten kurz die Quicktimeevents erwähnt und die Tatsache, dass die Story im Laufe der Zeit nachlässt. Das Problem ist, und es kann sein, dass das Geschmackssache ist, aber es reißt eben etwas aus diesem Suspense-Horror heraus, wenn wir plötzlich in Visionen anfangen müssen, Dinge zu untersuchen oder zu tun, weil wir andernfalls einfach sterben. Generell sind die Visionen eine schöne Sache. Hinzu kommen die Animationen. Black Mirror ist hübsch. Auf seine Art, aber gerade die Gesichter und Bewegungen der Figuren wirken doch recht uninspiriert. Ladezeiten an jeder Ecke hemmen den Spielspaß minimal, und die eben erwähnte Steuerung ist reichlich träge. Wie in Horror-Adventures gewohnt, laufen wir eben recht viel hin und her, was gerade durch die etwas hakelige Steuerung ebenfalls den Spaß dämmt. An manchen Punkten gibt es dann auch noch klassische Trial and Error Passagen, die wir einfach durchstehen müssen.

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