Für Old-Gen

Ubisoft hat nun endlich den großen Schritt gewagt, der für den technischen Fortschritt der Serie notwendig war. Das fast zeitgleich erscheinende Assassin’s Creed Unity, wird neben der obligatorischen PC-Version ausschließlich für PlayStation 4 und Xbox One verfügbar sein. Um auch Nutzer der alten Konsolengeneration zu besänftigen, die den Sprung auf die neue Generation noch nicht geschafft haben wartet Ubisoft dieses Jahr zusätzlich mit einem weiteren Ableger der Serie auf, der den Namen „Rogue“ trägt. Doch ob Rogue genügend Innovation bietet um nicht nur ein reiner Lückenfüller, sondern ein vollwertiger Teil der Serie zu sein, haben wir uns in unserem Test näher angesehen.
Assassin’s Creed III: Black Flag
Assassin’s Creed Rogue ist das erste vollwertige Spiel von Ubisoft, das euch in die Rolle eines Templers schlüpfen lässt. Der Protagonist Shay, welcher erst die Ausbildung eines Assassinen genießt, sympathisiert im Laufe der Geschichte aber immer mehr mit der Gegenbewegung der Templer. Ähnlich wie Assassin’s Creed III baut auch Rogue seine Story über die ersten zwei Sequenzen etwas langsam und schwerfällig auf. Diese verspricht aber beim ersten großen Plot-Twist richtig spannend zu werden, ein wirkliches Highlight fällt dennoch aus. Auch schade: Bereits nach sechs Sequenzen - also maximal 15 Spielstunden sofern ihr alle Missionen mit voller Synchronisation erledigt und euch mit Sammelbarem beschäftigt - fangen die Credits an zu rollen. Selbst die Nebenmissionen sind serienuntypisch und arg kurzweilig ausgefallen da sie im Wesentlichen nur aus Sammel- und Kampfaufgaben bestehen und keine Story-Parts beinhalten. Außerdem wurden sowohl Engine als auch Interfaces nahezu eins zu eins vom Vorgänger übernommen, selbst die Schauplätze werden Großteils mit dem dritten Teil der Serie geteilt. Merkliche Änderungen gab es aber bei unserem Arsenal. Denn Shay setzt neben seinen zwei Schwertern vor allem sein Gewehr ein, das durch diverse Pfeile und Granaten viele verschiedene Möglichkeiten zur Gestaltung der Kämpfe bietet.
Eye Candy
Neben den altbekannten Orten, wurde die Karte vor allem um den Nordatlantik erweitert. Die winterlichen Bedingungen bieten in Kombination mit der Sonneneinstrahlung und dem stimmigen Sound oft sehr ansehnliche Momente, die nicht nur für eine gute Atmosphäre sorgen sondern die langen Segelzeiten gekonnt überbrücken. Auch die kurzen Aufenthalte in Europa stachen aus der sonst eher altbekannten Umgebung stark heraus. Um Spoiler zu vermeiden werden wir jedoch auf die schönste Szenerie des Spiels nicht eingehen, eines sei aber gesagt: Kurzfristig bietet das Spiel wirklich großes Kino mit Gameplay nach Uncharted-Manier.
Schiff, ahoi!
Wie auch in Assassin’s Creed IV: Black Flag spielt der Schiffskampf in Assassin’s Creed: Rogue eine große Rolle. Shays Flotte kann mit geenterten Schiffen erweitert werden, welche dann in bekannter Manier auf Seemissionen geschickt werden um etwas Geld dazuzuverdienen. Ein wesentlicher Unterschied zu Black Flag ist, dass wir in Rogue den Nordatlantik bereisen was uns zu neuen Schiffsupgrades verhilft. So schalten wir zum Beispiel Upgrades frei, die es uns erleichtern durch dicke Eisdecken zu brechen. Die wahrscheinlich größte Neuerung des Spiels ist aber die Möglichkeit auch selbst geentert zu werden. Überraschenderweise macht das knifflige Situationen oft leichter, da selbst weit überlegene Schiffe durch den Bordkampf viel einfacher zu besiegen und einzunehmen sind.

Wer braucht schon Multiplayer?
Assassin’s Creed: Rogue ist seit Brotherhood der erste Teil der Serie der gänzlich auf einen eigenständigen Multiplayermodus verzichtet. Ganz wurde allerdings nicht auf ihn vergessen, denn wir finden ein bekanntes Element im Spiel wieder. Die runde Anzeige, die in Multiplayer-Matches dazu gedient hat Gegner zu orten, wurde in das Spiel implementiert und dient dazu, sogenannte Schleicher zu entdecken. Diese versuchen während des gesamten Spielverlaufs Shay versteckt zu erledigen, was eure schnelle Reaktion auf die Probe stellt. Nach den ersten Spielstunden stellt sich dieses an und für sich nette Feature jedoch leider als eher nervige Neuerung heraus, da wir zu oft bei anderen Aktivitäten durch zufällige Angriffe gestört werden.

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