So muss das

Vom industriellen London ins antike Ägypten – mit Assassin’s Creed Origins macht Ubisoft einen gehörigen Zeitsprung in seinem Franchise. Wir sind nach London (ins moderne, nicht ins industrielle) gereist und haben auf Einladung des französischen Publishers einen Ausflug in die Wüste unternommen.
Discoverytour in Gold
Zwischen hochaufragenden Statuen ägyptischer Götter hindurch führt man uns in den großen Vorführraum. Ganz im Stile der ägyptischen Könige liegt der gesamte Raum in goldenem Schimmer. Von den Wänden und riesigen Aufstellern schauen die wichtigen Figuren des neuen Spiels auf uns herab, Kleopatra, Ptolemaios und natürlich Aya und Bayek, die Protagonisten. Letzteren spielen wir später auch im Spiel. Vorher aber zeigen uns die angereisten Entwickler, zum Beispiel Game Director Ashraf Ismael, noch die Feinheiten, die den neuesten Teil des Franchises ausmachen. Und tatsächlich kommen einige Neuigkeiten dabei heraus! Zum Beispiel sehen wir die Discovery Tour. Die ist ein eigener Spielmodus, der all die geschichtlichen Hintergründe der dargestellten Zeitepoche wie auf einer Museumsführung vorstellt. Kampf, Ausrüstung, Crafting, es scheint, die Entwickler haben viel Mühe darauf verwendet, mit Origin völlig neue Wege zu gehen. Trotzdem, Erklärungen und Präsentationen sind ja schön und gut. Aber wir wollen spielen! Schließlich folgen wir einem der Entwickler in das untere Stockwerk, in ebenfalls golden beleuchtete Spieleräume. Headset auf, ein schneller Blick auf das Tastenlayout und los geht unser Ausflug in die endlose Wüste.
Drohne, eh, Falke in der Luft!
Okay, endlos ist die Wüste vielleicht nicht unbedingt. Umgeben von einer weitläufigen Eingrenzung steigen wir an einem fortgeschrittenen Punkt der Geschichte ein. Natürlich wollen wir euch nicht die Story spoilern, also starten wir unsere Abenteuerreise mit reichlich Nebenquests. Dabei helfen wir zum Beispiel dabei, eine Farm von aggressiven Nilpferden zu befreien oder die abhandengekommene Bierlieferung einer Brauerei wiederzufinden. Warum wir solch triviale Aufgaben erledigen, obwohl wir eigentlich eine Assassinenbruderschaft gründen sollten? Weil wir ein Medjai sind, sowas wie ein Aufpasser für Ägypten! Und weil wir Ägypten nicht alleine vor unterdrückenden Römern und der dunklen Macht hinter dem ägyptischen Thron bewahren können, reisen wir mit unserem getreuen Falken durch's Land. Wann immer wir mehr Überblick über eine Situation brauchen, können wir durch die Augen unseres gefiederten Freundes schauen und markieren so wichtige Missionsobjekte, Feinde und andere Besonderheiten als hätten wir eine flatternde Drohne dabei.
Auch in Sachen Ausrüstung bietet uns die Wüste einiges. Nicht einmal der Urvater der Assassinen käme ohne seine Armklinge aus. Und wenn die mal nicht reicht, weil Gegner inzwischen auch schwer angeschlagen unsere hinterlistigen Angriffe überleben können, zücken wir Schwerter, Speere, Streitkolben und eine Auswahl an verschiedenen Bögen. Wir sind also bestens ausgerüstet zu tun, was auch immer es erfordert, eine Assassinenbruderschaft auf die Beine zu stellen.

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