Boxender Hit

Das nach wie vor größte Problem der neuen Nintendo Konsole Switch ist der Mangel an Spielen. Mit dem Boxspiel Arms kommt nun ein weiterer, hausgemachter Titel aus dem Hause Nintendo. Ob das frische Gameplay überzeugt?
Bewegungssteuerung und fliegende Handschuhe
Nintendo setzt bei Arms sehr stark auf das Thema Bewegungssteuerung. Gleichzeitig ermöglicht das Spiel aber auch klassische Eingaben mit dem Analogstick und Knöpfen. Die Steuerungsarten sind nicht so unterschiedlich effektiv, wie man vermuten könnte. Aber dazu später mehr. In Arms treten zehn verschiedene Athleten in einem Art Boxkampf gegeneinander an. Der Clou: statt realer Arme haben die Kämpfer eine Sprungfeder an den Schultergelenken. So können sie ihre Schläge quer durch die Arena katapultieren. Vor einem Kampf wählt der Spieler zwischen drei verschiedenen Boxhandschuhen aus. Die linke und rechte Hand können dabei individuell ausgestattet werden. Die Handschuhe unterscheiden sich in ihren Elementen - Feuer, Elektrizität, Eis, Wind - und in der Form. Der Knaller von Ribbon Girl oder der Triblast von Ninjara funktioniert zum Beispiel wie eine kleine Schrotflinte und hat mehrere Projektile für Flächenschaden. Andere Handschuhe fliegen wie ein Art Bumerang durch die Arena. Der Tiefgang besteht also daraus, dass man verschiedene Handschuhe miteinander kombiniert.
Abwechslungsreiche Boxer und Umfang
Beim Artdesign der verschiedenen „Helden“ merkt man sofort, dass die Macher von Mario Kart am Werk waren. Von der leicht bekleideten Französin Twintelle, über das Defensiv-Monster Master-Mummy bis hin zum umherspringenden Ribbon Girl - alle zehn Figuren in Arms sind Nintendo sehr gut gelungen. Und das Beste: in Zukunft soll das Line-up erweitert werden. In Sachen Umfang gibt es beim neusten Nintendo-Titel noch Nachholbedarf. Für Solo-Zocker gibt es derzeit ein sieben Kampf langes Turnier mit sieben Schwierigkeitsgraden. Dabei sorgen nur die unterschiedlichen Layouts der Arenen für Abwechslung. Einen richtigen Story-Modus wie zum Beispiel in Injustice 2 gibt es leider nicht.
Neben den Standardkämpfen ist es aber möglich, in Mini-Spielen zum Beispiel eine Art Volleyball und Basketball zu spielen, alleine gegen 100 Gegner anzutreten oder Team-Kämpfe (1 vs 3 oder 2 vs 2) auszutragen. Übungsplätze zum Zielen für die Schläge sind ebenfalls verfügbar.

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